General und Kumpeltyp: Männer-Nationaltrainer Konrad Bansa im Portrait

2019-07-05 Konrad Bansa

Konrad Bansa

 

Die greifbare Erinnerung an den größten Erfolg seiner Trainerlaufbahn liegt in einer Schublade im heimischen Wohnzimmer: die Goldmedaille von der Jugend-Europameisterschaft 2018 im Beachhandball. “Vor allem trage ich sie aber im Herzen”, scherzt Konrad Bansa, der die Erinnerung an den Erfolg immer noch sichtlich genießt. Ein Jahr später winkt mit der deutschen Männer-Nationalmannschaft im Sand bereits der nächste Coup: Bei der laufenden Europameisterschaft führte der 43-Jährige das Team ins Viertelfinale. Ein Portrait über einen Trainer, der seine Träume bewusst auf Sand baut.

Wenn Konrad Bansa an den Triumph in Ulcinj zurückdenkt, ist es nicht eine Aktion oder eine Parade im Endspiel gegen Polen, die ihm als erstes in den Sinn kommt – es sind die Momente nach der Siegerehrung. Auf der großen Leinwand flimmerte noch “European Champions – Germany” auf dem Bildschirm, während die Sonne über dem Center Court unterging. Das Feld in Montenegro hatte sich längst geleert, nur die beiden deutschen Teams und ihre Fans feierten gemeinsam im Sand. “Es war eine gefühlte deutsche Glückseligkeit”, schwärmt Bansa, die Erinnerung hat sich eingebrannt. “Das war wirklich ein schöner Augenblick.” 

Für Bansa war es der – wie er ausdrücklich betont: vorläufige – Höhepunkt einer langen Geschichte, die ihn mit dem Beachhandball verbindet: 1995 stieß der leidenschaftliche (Hallen-)Handballer der TSG Münster in einer Zeitschrift auf einen Bericht über die neue Sportart im Sand, die aus Italien den Weg nach Deutschland gefunden hatte. “Ich habe das meinen Mitspielern vorgestellt und sie waren sofort Feuer und Flamme”, erinnert sich Bansa. Bereits ein Jahr später trat seine Mannschaft erstmals bei der neuen Masters-Serie an; noch eine Saison später folgte der Triumph. Der heute 43-Jährige hatte im Alter von 20 Jahren die Leidenschaft entdeckt, die sein weiteres Leben prägen sollte. 

Neben Bartenbach und Minden entwickelte sich Münster auch seinetwegen zu dem Hotspot des Beachhandballs, der es bis heute ist.

 

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