Oberliga Hessen 2017/2018
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Pate aus der 1. Mannschaft: Johannes Drieß

 

 

01.08.2017

Oberliga Qualifikation geglückt!

Nun war es soweit. Die Vorbereitungsphase war abgeschlossen und endlich ging es los. Am
Samstag den 22.04.17 begann die Vorqualifikation im Bezirk Wiesbaden / Frankfurt für die
Oberliga Qualifikation. Unsere Gruppe bestand aus sieben Mannschaften, somit mussten sechs
Spiele bestritten werden, die auf beide Wochenendtage verteilt waren. Die Spannung stieg mit
zunehmender Annäherung an unser erstes Spiel gegen die A-Jugend aus Holzheim, die uns teils aus letzter Saison bekannt war. Das Spiel stellte uns vor keine problematischen
Herausforderungen. Unseren Spielfluss hatten wir relativ schnell gefunden, was angesichts der
kurzen Spielzeit von zweimal 15 min auch notwendig war. Über die gesamte Spielzeit konnten wir den Holzheimern unser Tempospiel aufzwingen. Die kompakte 3-2-1 Abwehr ließ nur wenige Torchancen zu, die oftmals von Tim Albat im Tor pariert wurden. Daraus resultierte die erste und zweite Welle als Tempogegenstoßkonzept, die größtenteils erfolgreich abgeschlossen worden sind und zum Endstand 22:10 führten. Nach dem gelungenen Auftakt in die Qualifikation wurde die Stimmung deutlich ausgelassener und entspannter.
Nach zwei Spielen Pause mussten wir wieder ran. Diesmal gegen die TSG Oberursel, die uns
ebenfalls aus der letzten Saison in Erinnerung geblieben ist. Wir wussten, dass wir hier nichts
geschenkt bekommen würden und das es ein Spiel auf Augenhöhe werden würde. Jedoch waren die spielerischen Mittel der Oberurseler erfolgreicher, weshalb wir uns trotz 14 geworfenen Toren mit 20 Gegentreffern geschlagen geben mussten.
Nun stand das letzte Spiel für diesen Qualifikation Tag bevor, gegen HSG Goldstein/Schwanheim. Nachdem wir den ganzen Tag in der Halle verbracht hatten, fiel uns der Einstieg in das Spiel sehr schwer. Wir haben über die 30 min nicht in unser Spiel gefunden (Tempospiel 1.Welle, 2.Welle), sodass Goldstein uns ihr Spiel aufgezwungen hat. Statt selbst zu agieren, blieben wir in Abwartehaltung und reagierten auf die Goldstein Aktionen. Das Spiel haben wir unnötigerweise 13:16 verloren. Große Enttäuschung herrschte danach in der Kabine, da keiner mit solch einem Spielverlauf und dem Ausgang gerechnet hatte. Erste Rechnungen begannen, wie, ob und mit welchen Ergebniskonstellationen wir am nächsten Tag uns den Einzug in die OL-Quali sichern. Somit war klar, dass wir uns am darauffolgenden Tag keinen Ausrutscher erlauben können. Das erste Spiel war gegen TSG Eddersheim. Die Stimmung war getrübt, da wir wussten, dass jedes Spiel ein Endspiel sein kann. Mit der richtigen Motivationsansprache von Tim Dautermann in der Kabine ging es aufs Feld. Von Anfang an konzentrierten wir uns auf unser Tempospiel. In den eigenen Reihen standen wir kompakt und ließen keine Lücken entstehen, wofür die Kommunikation in der Abwehr hauptverantwortlich war. Mit dem Endstand von 23:11 konnten wir erneut eine gelungenen Auftakt feiern und uns mit anhaltender Konzentration auf das nächste Spiel gegen Idstein vorbereiten.
Nachdem Goldstein/Schwanheim uns den Gefallen getan hatte gegen Holzheim unentschieden zu spielen, hatten wir den weiteren Turnierverlauf für uns wieder selbst in der Hand. Im Spiel gegen Idstein spielte sich ein ähnliches Szenario, wie im ersten Spiel gegen Eddersheim ab. Kleine Phasen der Unaufmerksamkeit brachten mehr Gegentreffer, als es hinterher hätten sein müssen. Unser Angfriffskonzept war wie gewohnt auf Tempo aus der gesicherten Abwehr heraus ausgelegt. Das Spiel ging 14:10 aus. Jetzt konnten wir im letzten Spiel gegen Langenhain/Breckenheim locker aufspielen. Aus einer stabilen Abwehr heraus, die den Gegner ratlos werden ließ, gelangten wir mit schnellen Passkombinationen zum erfolgreichen Torabschluss und setzten mit einem 18:5 Endstand nochmals ein Ausrufezeichen. Die Vorquali war überstanden und die Freude an der Teilnahme an der Oberliga Qualifikation am 20.05.17 war groß. Ein weiterer Monat der zweiten Vorbereitungsphase verstrich. Die Oberliga Qualifikation stand vorder Tür. Unsere Gruppe bestand aus fünf Mannschaften, TV Hersfeld, HSG Hanau 2, GSV Eintracht Baunatal, TSV Griedel und wir. Das erste Spiel war gegen Griedel. Trotz der frühen Stunde (10:00 morgens am Wochenende) merkte man uns auf dem Spielfeld keinerlei Müdigkeit an. Gepusht von unserem Trainer Tim Dautermann waren wir von der ersten Sekunde an konzentriert, aufmerksam und bereit, jede Intensität des Tempospiels mitzugehen. Darauf baute unser Spiel auf. Wir zeigten durch eine aggressive und offensive Abwehr, dass es kein durchkommen gibt. Das Umschalten von Abwehr in den Angriff ging den Gegnern zu schnell, sodass wir sie überrannten. Mit 19:13 war uns abermals der Auftakt in eine Qualifikation geglückt. Entscheidend war jetzt, dass wir das Tempo über die nächsten 3 Spiele genauso hoch halten. Nach einer kurzen Pause folgte das zweite Spiel gegen Baunatal. Baunatal spielte letztes Jahr in der Bundesliga und hat dieses Jahr die Bundesliga-Quali verpasst. Wir lieferten uns ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit minimaler ein bis zwei Tore Führung für uns. Diese Führung konnten wir bis zum Schluss halten und sogar auf eine drei Tore Führung ausbauen. Die geschlossene Abwehrformation und Tim Albat im Tor sicherten uns eine 14:11 Sieg. Nach zwei gewonnenen Spielen war die Stimmung ausgelassen und die Vorfreude auf das folgende Spiel gegen Hersfeld groß. Hersfeld konnten wir vorher im Spiel gegen Hanau 2 und Grindel beobachten, wobei ihre spielerischen Qualitäten und ihre körperliche Präsenz auffällig waren. Daher fiel es uns schwer, im Angriff ein Mittel gegen die starke 6-0 Abwehr zu finden. Unser Tempospiel funktionierte phasenweise sehr gut, sobald wir jedoch in den Positionsangriff fielen, fehlten die Ideen und die körperliche Durchschlagskraft, um die Abwehr zu überwinden. Auf der anderen Seite konnten die Hersfelder ihre körperliche Dominanz gegen uns ausspielen. Daraus resultierte die 10:16 Niederlage. Wir hatten alles versucht, mehr war in diesem Spiel nicht für uns drin, daher hielt sich die Enttäuschung in Grenzen.
Zu guter Letzt noch ein Spiel gegen Hanau 2, die mit ihrem Bundesliga Kader auflief, um ihre
zweite Mannschaft sicher in die Oberliga zu bringen. Trotzdem haben wir es ihnen schwerer
gemacht, als sie es erwartet hätten aber mit Harz wäre das Spiel natürlich anders verlaufen
(Hanauer Aussage nach dem Spiel). In dieser Qualifikation muss man ohne Harz spielen können,
was uns eindeutig besser gelang. Das Spiel blieb bis zur letzten Minute spannend. Wir kämpften uns immer wieder heran bis wir den Rückstand auf ein Tor verkürzen konnten. Die Vorstellung gegen Hanau zu gewinnen, was anfangs unrealistisch schien, rückte immer näher.
Letztlich blieb es bei dem ein Tore Rückstand, was sich für uns jedoch mehr wie ein Sieg anfühlte. Durch die 20:21 Niederlage belegten wir leider nur den dritten Tabellenplatz, was möglicherweise ein weiteres Quali Turnier der dritt platzierten bedeutete. So kam es auch am 11.06.17 zum dritten und letzten Quali Turnier für die Oberliga 2017/18 gegen die dritt platzierten, TV Lampertheim und HSG Wesertal, aus den anderen Qualifikationsgruppen.
Unter Heimkulisse boten wir unseren Zuschauern zwei spannende Spiele mit dem unglücklicheren Ende für uns. Nach dem Unentschieden (19:19) gegen Lampertheim hätte nur ein Sieg gegen Wesertal uns den Einzug in die Oberliga ermöglicht. Parallel lief jedoch die Bundesliga Quali, in der sich Wiesbaden durchsetzen konnte und somit ein weiterer Platz in der Oberliga frei war, den wir dankend angenommen haben. Somit konnten wir ganz locker in das Spiel gegen Wesertal gehen, was wir nach einem erbitterten Kampf mit einem Tor (17:18) verloren. Aufgrund der Tatsache, dass alle drei Teams sich für die Oberliga qualifiziert haben, gab es an diesem Tag keinen Verlierer.